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PRESSEMITTEILUNG

Moderne Anlagentechnik für die Kautschukextrusion

Das Extrusionstechnikum am Institut für Kunststoffverarbeitung hat einen neuen Kautschukextruder in Betrieb genommen.

Aachen, im Mai 2017 – Die Anlagentechnik wurde im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts von der TSM GmbH aus Stolberg zur Verfügung gestellt. Zur Maschinenübergabe trafen sich Georg Tsivikis, Geschäftsführer bei TSM, und Institutsleiter Professor Christian Hopmann am IKV.

Der Kautschukextruder mit einem Schneckendurchmesser von 40 Millimetern ist modular aufgebaut, mit umfangreicher Sensorik ausgestattet und dadurch vielseitig für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten einsetzbar. Zur Verarbeitung von Siliconen kann eine 10D-Schnecke und für die Extrusion von organischen Kautschukmischungen eine 16D-Schnecke eingesetzt werden. Die separate Temperierung von Schnecke, Zylinder und Speisewalze ermöglicht die Verarbeitung unterschiedlichster Kautschukmischungen in ihrem optimalen Betriebspunkt. Die Messdaten von Druck, Temperatur, Drehmoment und Drehzahl werden über eine OPC-UA Schnittstelle in eine Datenbank erfasst. In einem webbasierten Visualisierungstool werden die Messdaten kontinuierlich aufbereitet und analysiert. Somit eröffnet der Kautschukextruder über die Digitalisierung und Automatisierung der Datenauswertung neue Möglichkeiten für die Optimierung von Werkstoffen, der Anlagentechnik und den Verarbeitungsprozessen im digitalen Zeitalter der Industrie 4.0.


Über TSM

Die TSM GmbH ist ein weltweit tätiges, technologisch führendes Unternehmen, spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Lieferung von Maschinen, Anlagen sowie vollständigen Produktionsstraßen für die Vulkanisation, Beflockung und Kühlung von Dichtungsprofilen aus Kautschuk und ähnlichen Materialien. Zudem gehört die Entwicklung, Produktion und Lieferung von Maschinen und Anlagen für die Textilbeflockung und Textilveredelung zu den Kompetenzen des Unternehmens.


Wir danken der TSM GmbH für die zur Verfügung gestellte Anlage und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
www.ikv-aachen.de


Über das IKV

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist europaweit das führende Forschungs- und Ausbildungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Mehr als 300 Mitarbeiter beantworten hier Fragestellungen rund um die Verarbeitung, Werkstofftechnik und Bauteilauslegung von Kunststoffen und Kautschuken. Die enge Verbindung mit Industrie und Wissenschaft sowie die exzellente Ausstattung des IKV ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe und umfassende Ausbildung. Die Aachener Kunststoffingenieure sind deshalb begehrte Spezialisten in der Industrie. Etwa 50 Prozent der deutschen Kunststoffingenieure mit Universitätsabschluss wurden am IKV ausgebildet. Das IKV gliedert sich organisatorisch in die Fachabteilungen Extrusion und Kautschuktechnologie, Faserverstärkte Kunststoffe und Polyurethane, Formteilauslegung und Werkstofftechnik sowie Spritzgießen. Ferner gehören zum Institut das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung und die Abteilung Aus- und Weiterbildung. Träger ist eine gemeinnützige Fördervereinigung, der heute rund 290 Unternehmen aus der Kunststoffbranche weltweit angehören. Leiter des Instituts und Geschäftsführer der Fördervereinigung ist Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann. Er ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen.

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